Logbuch eines Chattreffens
 
Freitag, 26. Oktober 2001
 
14 Uhr: Ich komme mit Uwe B., den ich auf dem Weg in Dortmund mitgenommen habe, im Hotel Mado in Köln an. Dank der prima Wegbeschreibung von Heike, die den Weg extra schon mal für uns abgefahren hat, ist das überhaupt kein Problem. Wir bekommen unsere Zimmerschlüssel und haben noch ein bisschen Zeit uns einzuleben, ehe wir dann zu den anderen stoßen.
 
17 Uhr: In der Lobby des Hotels warten schon Sven B., das weiße Kaninchen, Guido und Uwe B. als ich aus dem Zimmer komme. Noch etwas befangen, knüpfen wir die ersten Kontakte. Ist ja schon ein bisschen merkwürdig, wenn man die Leute aus dem Chat so richtig in echt das erste Mal sieht.
 
                

 
17.30 Uhr: Da kommt sie, die Frau, auf die wir alle gewartet haben: unsere Heike. Sie war noch am Bahnhof und hat unseren Youngster-Zauberer Alex mitgebracht. Sollte zu diesem Zeitpunkt noch irgendwer Bedenken gehabt haben, dass der Alex für so ein Treffen zu jung ist, merkte ganz schnell, dass er sich getäuscht hatte. Inzwischen war unser Gespräch schon viel lockerer und wir fingen an uns richtig zu mögen. Eines jedenfalls verband uns in jedem Fall und das war: HUNGER!!!!
 
              

 
18 Uhr: Wir machen uns auf den Weg, Heike hat uns einen Tisch im Restaurant "Ring Lounge" gebucht. Hmmm, wir sind noch ein bisschen früh und trinken unser erstes Kölsch auf dem Weg in einer Kneipe. Tja, da fängt es dann schon an, das erste Kartenspiel wird rausgeholt. Heike staunt :o)))
 

 
19 Uhr: Jetzt staunen wir, das von Heike ausgesuchte Restaurant ist wirklich sehr, sehr schön. Ein langer Tisch ist für uns reserviert und wir können uns kaum entscheiden, was wir bestellen, hört sich alles so lecker an und ist es dann auch. Es wundert mich, dass wir überhaupt zum Essen kommen, denn ein Trick jagt den nächsten.
 
              

 
21 Uhr: Ja, wir waren ja noch gar nicht vollständig. Da kamen sie, die, auf die wir alle gewartet haben, die, die den langen, langen Weg nicht gescheut hatten: Reiner, Siggi und Stephan - unsere Berliner. Ich glaube, die drei saßen noch nicht richtig am Tisch, da begann schon ihr Unterhaltungsprogramm. Wow, ich wusste gar nicht, das Kartentricks so genial sein können. OK, die drei durften dann auch noch etwas essen, aber dann mussten sie weiter zaubern :o))
 
       

 
3 Uhr: Schweren Herzens verlassen wir das Ring Lounge, machen uns auf den Rückweg und sind uns irgendwie schon wieder einig: Das war ein wirklich toller Abend und das nicht nur wegen der leckeren Cocktails. So ganz trennen können wir uns nicht und schieben noch in der Hotellobby die Stühle zusammen. Der freundliche Nachtportier hat Einsehen und serviert noch eine Runde Kölsch. Dafür stoppt er Sven B. schon nach der ersten Zeile eines eingestimmten Liedes (der schlafenden Gäste wegen). Schade eigentlich! Reiner lädt uns noch auf einen "Absacker-Trick" ein. Wer will denn jetzt schon schlafen?
 

 
4 Uhr: Auch der harte Kern schleicht jetzt auf sein Zimmer. Ich bin todmüde, nur Heike muss noch was lesen :o)) Und natürlich muss sie noch den Seiltrick üben, den ihr Siggi gezeigt hat (aber ihr natürlich nicht das Trickgeheimnis offenbart hat LOL). Generell wird Heike die nächsten Wochen nur noch mit weißem Seil über dem Arm rumlaufen.
 

 
 
Samstag, 27. Oktober 2001
 
6 Uhr: Sven B. macht sich auf den Weg, er muss um 10 zuhause sein, um einen Auftritt für den Abend vorzubereiten. Schade, Sven, wäre klasse gewesen, wenn du länger hättest bleiben können, war aber ganz, ganz toll, dass du überhaupt gekommen bist!
 

 
9.30 Uhr: Wir treffen uns alle im Frühstücksraum. Verkatert ist keiner, das Frühstücksbuffet reichhaltig und ziemlich lecker.
 

 
11 Uhr: Oh wie schön, wir haben noch mal Besuch bekommen. Lutz, Mister Lu, ist nebst Gattin Kerstin angereist Einige kennen die beiden schon, einige lernen sie ganz schnell kennen. Die gesamte Truppe macht sich auf den Weg zur S-Bahn. Guido macht uns den Fremdenführer und so kommen wir ziemlich straight in "Lippes Magic Store" an. Hilfe Invasion! So viele Zauberer auf einmal hat der Laden sicherlich noch nie erlebt. Wir wühlen und probieren, lassen uns Tricks vorführen. Sehr praktisch, wenn man was interessantes entdeckt, ist sicherlich ein Kollege in der Nähe, der einem sofort den Trick vorführen kann. Dank der versprochenen 10% Rabatt können wir uns alle neu eindecken mit Tricks, Videos und Manuskripten. Jeder hat eine der blauen Tüten in der Hand.
 
          

 
13 Uhr: Jetzt sind wir ziemlich kaputt und müssen uns unbedingt stärken. Wir steuern sofort das nächste Café an und ordern Kaffee und kalte Getränke, Torte, Eis und igiiiiitttt Bananenpfannkuchen. (Tja Alex, das war wohl nicht die erste Wahl, was?)
 
          

 
14.30 Uhr: Jetzt wollen es aber alle wissen: Was darf denn bei einem Kölnbesuch auf keinen Fall fehlen? Na, das liegt doch auf der Hand. Eine Besichtigung des Kölner Doms! Ich verzichte freiwillig, denn ich habe die schwersten Tüten. Ich wünschte mir, ich wäre Close up Zauberkünstlerin und könnte so wie die anderen mit einem leichten Tütchen durch die Stadt laufen. Aber nein, schwere Kisten ziehen mich runter.
 
15.15 Uhr: Eine dreiviertel Stunde Zeit gibt es jetzt zur freien Verfügung (nicht wirklich lange, aber es will auch wirklich keiner die Gruppe für länger verlassen). Wir splitten uns auf, ein Teil geht zur Schatzkammer des Doms, ein Teil aufs Klo zu McDonalds, der Rest setzt sich auf die Bänke vor den Dom und genießt ein paar Sonnenstrahlen.
 
          

 
16.30 Uhr: Wir sind wieder im Hotel und langsam beginnt der Abschied. Heike hat Uwe B., WK und Guido im Auto und bringt sie zum Bahnhof. Wir übrig gebliebenen stehen noch ein Weilchen ziemlich betröppelt da. Ach wie schade, dass es sich dem Ende zuneigt. Ich kann mich noch nicht trennen und setze mich noch mit dem Rest in die Hotellobby und trinke Kaffee. Die drei Berliner, Lutz und Kerstin sowie Alex bleiben noch eine Nacht und besorgen sich gerade Karten fürs Köln Comedy. Ach, ihr Lieben, was gäbe ich nur, wenn ich auch noch bleiben könnte?
 
18 Uhr: Schweren Herzens verabschiede ich mich von allen und steige ins Auto. Das war wirklich ein tolles Wochenende und ich bin dafür, dass wir das ganz, ganz schnell wiederholen. Zauberer sind ja doch eine tolle Truppe!

(Steffi Schmeling)